Die Haut um das Auge herum ist ein echtes Sensibelchen. Sie ist so zart und filigran wie ein Blütenblatt und damit dreimal dünner als die übrige Gesichtpartie. Gleichzeitig mangelt es an stützendem Fettgewebe, Kollagen- und Elastinstrukturen, die für den Feuchtigkeitsgehalt der Haut verantwortlich sind. Dementsprechend nimmt hier die Spannkraft besonders schnell nach.
Augenringe sind eine typische Folge von geringer Hautdicke, da sie die inneren Blutgefäße naturgemäß stärker sichtbar werden lässt.
Wer zudem wenig schläft, dafür aber viel raucht und Alkohol trinkt, braucht sich nicht wundern, wenn die süßen Lachfältchen tiefen Falten weichen und aus leichte Schatten dunkle Augenringe werden.
Die häufigsten Augenprobleme
1. Schatten und Augenränder
In der dünnen Haut unterhalb des Lides können erbbedingt die Blutgefäße dichter unter der Haut liegen. Aber auch schlechte Durchblutung oder Sauerstoffmangel (z. B. durch Nikotin, Stress, Schlafmangel) sorgen dafür, dass es zu einem Blutstau in den feinen Äderchen kommt. Folge: Sie schimmern dann bläulich auf der Hautoberfläche. Erste Hilfe bieten um ein oder zwei Nuancen hellere Concealer (z.B. Illuminating Concealer von Lancaster, um 26 Euro). Ganz allgemein gilt für eine straffe Gesichtshaut: Genügend Flüssigkeit trinken - und zwar nicht in alkoholischer sondern in ungesüßter Form als Wasser, Tee oder Saft.
2. Geschwollene Lider
Verquollene Augen am Morgen entstehen immer dann, wenn der Lymphfluss aus seinem normalen Rhythmus kommt und die Augenpartien dadurch anschwellen. Neben zu viel Alkohol am Vorabend, kann auch zu salziges oder eiweißhaltiges Essen der Auslöser von dicken Augen sein.
Was tatsächlich hilft sind kühlende Mittel!
Aus Omas Rezepteküche stammen die klassischen Gurkenscheiben sowie abgekühlte Teebeutel mit Schwarz- oder Grüntee, die für etwa 15 Minuten auf den geschlossenen Augen liegen. Die darin enthaltene Gerbsäure kurbelt die Durchblutung an.
Spezielle Augencremes mit den Inhaltsstoffen Koffein, grünem Tee oder spezielle Pflanzenwirkstoffe "entstauen" ebenfalls das Gewebe (z.B. Eyeliplex-2, Tagesgel und Nachtbalm von Douglas, um 40 Euro).
Manche Hautärzte empfehlen eine schwach konzentrierte harnstoffhaltige Salbe aus der Apotheke: Harnstoff ist eine natürliche, körpereigene Substanz, die den Wasseranteil in der obersten Hautschicht erhöht und somit die Hautflexibilität normalisiert. Die Haut hält die Feuchtigkeit besser und wird geschmeidiger, (z. B. Frei Oel Augencreme, um 15 Euro).
3. Tränensäcke
Je älter man wird, desto deutlicher sieht man die Pölsterchen direkt unter den Augen. Denn genau an diesen Stellen leiern Muskeln und Bindegewebe mit zunehmendem Alter aus.
Zu den beliebtesten kosmetischen Operationen gehört das Entfernen von Tränensäcken. Der Arzt macht am Unterlid einen kleinen Schnitt, das Fett wird entfernt, Haut und Muskeln werden gestrafft. Eine Narbe sieht man später kaum. Bei leichten Tränensäcken setzt der Arzt den Laser ein, entfernt das Fett und strafft die Lidhaut.
Inhaltsstoffe von Augencremes und deren unterschiedliche Wirkungen
1. Belebend:
Koffein fördert die Mikrozirkulation (z. B. in Garnier Nahrologie Regenerierende Augenpflege von Garnier, um 8 Euro) und Coenzym Q10 den Fettstoffwechsel
2. Regenerationsfördernd:
Vitamine A, C und E, D-Panthenol, Avocadoöl (z. B. in Wildrosen-Intensiv-Augencreme von Weleda, um 15 Euro), Weizenkeimöl, Traubenkernextrakt.
3. Straffend:
Hyaluronsäure (z. B. in HYALURON-FILLER Intensiv Falten-Auffüllende Augenpflege von Eucerin, um 22 Euro), Mäusedorn, Vitamin K und Gurke.
4. Beruhigend:
Leinöl, Nachtkerzenöl, Aloe vera (z. B. in Source Mineral Augencreme von Ahava, um 30 Euro), Echinacea, Hamamelis.
5. Hautfeuchte:
Harnstoff, Mineralsalze, Wüstenrosenkomplex (z. B. Super Aqua Eye von Guerlain, um 76 Euro).
Gesichts-Yoga gegen Augenfältchen
Zur Straffung der Augenlider und für einen strahlenden Blick ist folgende Übung:
- Legen Sie die Daumen an den Außenrand Ihrer Augen. Schieben Sie mit den übrigen Fingern die Augenbrauen nach oben. Atmen Sie dabei ruhig ein und aus.
- ohne die Position Ihrer Hände zu verändern, ziehen Sie, soweit es geht, die Augenlider zusammen und halten Sie die Anspannung etwa zehn Sekunden lang.
- Schauen Sie nach oben, ohne die Position Ihrer Hände zu verändern, und ziehen Sie die Augenlider zusammen. Halten Sie den Atem in dieser Position etwa zehn Sekunden lang an.
- Schauen Sie nach unten, ohne die Position Ihrer Hände zu verändern, und ziehen Sie die Augenlider zusammen. Halten Sie den Atem an, und bleiben Sie etwa zehn Sekunden lang in dieser Position.
- Blinzeln Sie mit den Augen. Reiben Sie die Handflächen aneinander, damit sie warm werden. Bedecken Sie nun Ihre Augen etwa zehn Sekunden lang mit den Handflächen. Während Sie einatmen, lassen Sie die Hände nach außen zu den Ohren gleiten.
- Atmen Sie tief ein, halten Sie den Atem etwa fünf Sekunden lang an, und atmen Sie dann langsam wieder aus. Entspannen Sie sich etwa fünf Sekunden lang.
Katja Evers




