Der Hals lügt nie! Hautexperten wissen längst, nur der Hals verrät uns das wahre Alter einer Frau. Denn er lässt sich auch in Zeiten von Botox nicht "jung spritzen".
Die Hals- und Büstenpartie ist besonders anfällig für Fältchen, weil sie bei der Pflege meistens zu kurz kommt und die Haut dort dünner und empfindlicher ist als im Gesicht. Der Grund: Der Haut fehlt es an Unterhautfett- und Bindegewebe, auch fett- und flüssigkeitsspendende Talg- und Schweißdrüsen besitzt sie kaum. Die Folge: Durch Kontakt mit Sonne und Wasser trocknet die Haut schneller aus, Fältchen werden erzeugt, das Dekollete wirkt unstraff.
Zudem wird gerade die Halspartie ständig belastet, weil sich der Hals bei jeder Bewegung mitdreht. Irgendwann sieht man es ihm auch an! Da hilft nur eins: früh vorbeugen mit speziellen Pflegeprodukten und gezielten Beauty-Tricks.
1. Was hilft gegen Trockenheitsfältchen?
Cremen, cremen, cremen!
Schlaf- und Knitterfältchen oder Druckstellen der Kleidung an Hals und Dekollete sind ein Zeichen für Fett- und Feuchtigkeitsmangel. Cremes helfen der Haut Feuchtigkeit zu speichern. Genauso wichtig ist Fett. Die gute Nachricht: Im Prinzip kann jede reichhaltige Tagescreme oder Bodylotion (z. B. Reichhaltige Körper-Creme von Rausch, um 23 Euro) die zarte Haut am Hals gut mitversorgen.
Wer sich darauf nicht verlassen will, kann Cremes speziell für Dekolleté und Büsten probieren. Die beugen speziell Erschlaffungen vor, straffen und glätten die Haut mit Zusätzen wie Süßmandelöl, Elastin und Algenextrakten (ELANCYL Straffende Büstenpflege für 22 Euro).
Auch Masken tun Hals und Dekollete gut. Sie können aber auch einfach die Nachtpflege (z. B. Age Perfect Nachtcreme von L'Oréal Paris, um 14 Euro) dicker auftragen, einziehen lassen und den Überschuss mit einem Kosmetiktuch abnehmen.
2. Was verhindert horizontale Halsfalten?
Wegcremen lassen sie sich nicht. Aber vorbeugen kann man! Zum Beispiel mit regelmäßigen Massagen, um die Blutzirkulation anzuregen, bevor die Creme aufgetragen wird.
Sogar im Schlaf kann man horizontalen Fältchen vorbeugen. Wer in Rückenlage seinen Kopf auf ein Nackenkissen legt, bekommt weniger Falten. Denn Nacken und Schultern können entspannen und der Hals bleibt gestreckt.
Auch wer vor lauter Anspannung beim Arbeiten am Computer den Kopf einzieht oder das Kinn auf die Brust presst erhöht seinen "Knautschfaktor".
So straffen Sie Hals und Dekolleté:
Beugen Sie Ihre Arme bis die Beugung im Ellbogen einen rechten Winkel aufweist. Ihre Brust befindet sich jetzt genau zwischen Ihren beiden Händen - dabei einatmen. Strecken Sie Ihre Arme wieder, bis im Ellbogen noch eine kleine Beugung zu sehen ist (nie ganz durchdrücken!), dabei ausatmen. Übung wiederholen.
3. Was hilft gegen Doppelkinn?
Selbst bei sehr schlanken Menschen enthält die Partie unterhalb des Kinns relativ viel Fettgewebe. Diese Polster erliegen irgendwann der Schwerkraft. Wer zum Doppelkinn neigt, kann die Durchblutung des Gewebes mit Zupfmassagen anregen (jeden Morgen ein paar Minuten) und es damit auf Dauer etwas straffen.
So geht's:
In der Kinnmitte beginnen und entlang dem Kieferknochen nach außen hin mit Daumen und Zeigefinger kleine Hautpartien anheben, kurz halten und wieder loslassen.
Aber auch beim morgendlichen Beauty-Programm hilft es, wenn Sie Ihre Feuchtigkeitspflege (z. B. Thermal Fix Serum Reines Feuchtigkeits-Konzentrat von Vichy, um 18 Euro) so einmassieren, dass auch das Kinn davon profitiert.
Katja Evers




